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Bösartige (maligne) Tumorchirurgie



Bösartige (maligne) Tumore des Darmes werden als „Darmkrebs“ bezeichnet. Mit einer jährlichen Anzahl von Neuerkrankungen (Inzidenz) in Höhe von 30–35 pro 100.000 Einwohner ist der Darmkrebs eine der häufigsten bösartigen Erkrankungen in Mitteleuropa – er ist für etwa 15 % aller Krebstodesfälle verantwortlich.

Darmkrebs ist häufig sehr lange symptomlos. Erst wenn der Tumor in größerem Maße blutet, oder wenn er das Darmvolumen nennenswert einengt, kommt es zu folgenden Symptomen:

  • Blut oder Schleim im Stuhl
  • Darmkrämpfe
  • Bleistift- oder Ziegenköttelstühle
  • Durchfälle und Verstopfungen
  • häufig quälende Flatulenz


Das einzige Frühsymptom sind unsichtbare (okkulte) Blutungen, die mit Stuhltests (z. B. Hämoccult®) festgestellt werden können. In einigen Ländern wird dieser Test als Screening für Darmkrebs benutzt. Sollten Sie diese oder ähnliche Symptome bemerkt haben, ist dringend eine weiter Abklärung durch eine Coloskopie angezeigt.

Die Therapie richtet sich wie bei vielen Krebserkrankungen vor allem nach der Tumorlokalisation und dem Tumorstadium. In der Regel wird eine vollständige operative Resektion (Entfernung) des tumortragenden Darmabschnittes mit Entfernung des zugehörigen Lymphabflussgebietes angestrebt. Die Heilungschancen sind in frühen Stadien sehr gut.

Die Operation kann offen-chirurgisch, aber auch laparoskopisch beziehungsweise laparoskopisch-assistiert durchgeführt werden. Diese minimal invasiven Techniken zur chirurgischen Therapie des Dickdarmkrebses sind heute als Standard anzusehen.